Wolllaus
Wollläuse, auch Schmierläuse genannt, sind etwa 3 bis 6 mm groß und weiß bepudert. Diese Puderschicht sind Wachsausscheidungen. Die Tiere sitzen gern in Kolonien zusammen, zwischen ihnen befindet sich Gewöll. So bezeichnet man die weißen Wollknäuel aus Wachsfäden, unter denen Eier und Jungtiere versteckt sind. Wollläuse sitzen oft Stängeln und versteckt in den Blattachseln und unter Rindenstücken. Bei starkem Befall findet man sie auch auf der Blattunterseite. Unter Topfrändern können sie sehr lange überdauern. Einen Befall erkennt man sehr gut an den watteartigen, weißen Wachsausscheidungen.
Woll- und Schmierläuse biologisch bekämpfen mit dem Australischen MarienkäferDieser natürliche Feind der Wollläuse kommt ursprünglich tatsächlich aus Australien und wird bereits seit Jahrzehnten in Europa eingesetzt. Da er an unsere kalten Winter nicht angepasst ist, kann er sich im Freiland nicht verbreiten und stellt somit keine Gefahr für unsere heimischen Marienkäferarten dar.Die schwarz-roten Käfer sind etwas kleiner als unser heimischer 7-Punkt Marienkäfer. Besonderes Kennzeichen sind die schwarzen Flügeldecken und der orange-rote Kopf.Käfer und Larven ernähren sich von Wollläusen. Dabei ist die Larve, die bis zu 1,3 cm lang werden kann, gefräßiger als der erwachsene Käfer.Die Larve des Australischen Marienkäfers kann auch als "Wolf im Schafspelz" bezeichnet werden. Sie sieht der Wolllaus sehr ähnlich: weiß bemehlt und wollig. Jedoch ist sie weitaus größer und kann sich schneller fortbewegen. Man könnte sie auf den ersten Blick mit einer Wolllaus verwechseln.
Blattläuse, Wollläuse und Thripse biologisch bekämpfen mit FlorfliegenlarvenDie Florfliege Chrysoperla carnea ist ein einheimischer Nützling. Die 1 bis 1,5 cm großen hellgrünen Tiere sind durch ihre netzartigen Flügel und großen Augen leicht zu erkennen. Die erwachsene Florfliege ernährt sich von Nektar, Pollen und Honigtau. Zur Blattlausbekämpfung eignen sich die bis zu 5 -10 mm lang gestreckten, gelbbraun behaarten Larven dieses Insektes. Diese Larven werden auch Blattlauslöwen genannt. Mit ihren großen hakenförmigen Saugzangen greifen sie hauptsächlich Blattläuse an. Daneben werden auch Blattlauseier, Thripse, Spinnmilben, Zikadeneier, Raupen und Schmierläuse gefressen.